Die vier Saison-Sales und ein Bonus
Fünf Sales dominieren den Steam-Kalender: der Winter Sale (typisch Ende Dezember bis Anfang Januar, der größte im Jahr), der Spring Sale (meist Mitte März), der Summer Sale (Ende Juni bis Mitte Juli, historisch der lauteste), der Autumn Sale (Ende November, überlappt oft mit Black Friday) und der Lunar New Year Sale (Ende Januar oder Anfang Februar, am chinesischen Neujahr ausgerichtet und deshalb am beweglichsten). Zusammen bedeutet das: ungefähr alle zehn bis zwölf Wochen läuft ein großes, katalogweites Rabatt-Event.
Wie lange sie typisch laufen und was dich erwartet
Die großen Saison-Sales dauern meist etwa zehn Tage bis zwei Wochen. Die Preise werden am ersten Tag gesetzt und halten das ganze Event über — Steam hat die alten „Daily Deals" und „Flash Sales" vor Jahren abgeschafft. Bis zum letzten Tag zu warten bringt dir also so gut wie nie einen besseren Preis, als am ersten Tag zu kaufen. Dazu laufen übers Jahr kleinere Themen-Events (Next Fest für Demos, Publisher-Spotlights, Genre-Festivals), die manchmal eigene Rabatte auf eine engere Auswahl an Spielen mitbringen.
Die Wunschliste ist der Kalender
Das nützlichste Steam-Feature zum Geldsparen ist gleichzeitig das am wenigsten genutzte: deine Wunschliste. Sobald ein Spiel darauf im Angebot ist, bekommst du eine E-Mail von Steam und eine Benachrichtigung in der Bibliothek. Du musst dir weder merken, wann der Summer Sale startet, noch prüfen, ob dein konkretes Spiel dabei ist — der Shop sagt es dir. Pack alles drauf, was dich auch nur vage interessiert, und vergiss es dann bis zur nächsten Mail. Diese eine Gewohnheit spart dir mehr Geld als jeder Kalender.
Auf den nächsten Sale warten oder jetzt kaufen?
Die ehrliche Antwort hängt an zwei Fragen: wie sehr willst du das Spiel gerade jetzt spielen, und wie steht der aktuelle Preis im Vergleich zu dem, was das Spiel historisch gekostet hat? Liegt es bereits nahe an seinem niedrigsten je erfassten Preis, bringt Warten auf den nächsten Saison-Sale in der Regel nichts Nennenswertes — die großen Events erreichen meist dieselben Tiefstände wie kleinere Sales im laufenden Jahr. Liegt der Preis dagegen deutlich über dem historischen Tiefstand, lohnt sich Warten fast immer. Der nächste große Sale ist höchstens ein paar Monate entfernt.
Ein Saison-Sale ist nicht automatisch der beste Preis
Das überrascht viele: Der Winter oder Summer Sale ist nicht immer der günstigste Zeitpunkt für ein Spiel. Neuere Titel erreichen ihren echten Tiefpunkt oft während eines Franchise-Wochenendes, in einem Publisher-Spotlight oder in einem kleineren Sale wenige Monate später — die großen Saison-Events ziehen mehr Aufmerksamkeit, nicht zwingend tiefere Rabatte. Ob der heutige Preis wirklich gut ist, verrät dir nur der Vergleich mit dem historischen Tiefstand — nicht die Frage, ob der aktuelle Sale gerade einen schicken Namen trägt.
Wie Degoran hier reinpasst
Wir zeigen dir den aktuellen Preis auf Steam neben dem historischen Tiefstand und den Preisen weiterer autorisierter EU-Shops. Das ist das ganze Bild: Ist die heutige Zahl wirklich niedrig, oder hat sie nur ein großes rotes Badge? Pack das Spiel auf Steam auf die Wunschliste für die Benachrichtigung — und schau vor dem Klick auf „Kaufen" hier vorbei. Mehr braucht es nicht.
